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Ebenfalls bei
der Spielewerkstatt Walter Müller erschienen: Alpenexpress, Eine
Beschreibung davon steht unter der Rubrik Bestellung.
Das Spiel Brettfussball:
- Thema
des Spieles ist, wie unschwer zu erraten, Fußball.
Brettfußball ist ein Spiel für zwei Personen ab etwa 12
Jahren.
- Die
Regeln sind sehr einfach: Jeder Spieler führt 11 Spielfiguren
über das Spielbrett, das in 472 quadratische Felder unterteilt
ist. Dazu gibt es noch einen Ball, der ins gegnerische Tor
befördert werden soll. Figuren und Ball werden per Würfel
bewegt, der Würfel gibt die Schussweite des Balles – bzw.
die Zugweite der Figuren an. Welche Figur bewegt wird und in welche
Richtung, das bestimmt der Spieler.
- Wer
nicht in Ballbesitz ist, kann durch eine sogenannte Attacke den Gegner
zum Schuss zwingen, wenn dieser Schuss dann auf einem freien Feld
landet, kann der Ball übernommen werden, vorausgesetzt, die
richtige Zahl wird gewürfelt.
- Was
sich hier wie eine einfache Würfelei anhört, ist in
Wirklichkeit eine sehr taktische Angelegenheit. Die Kunst besteht
darin, seine Figuren derart aufzustellen, dass mit vielen verschiedenen
Würfelzahlen etwas sinnvolles angefangen werden kann. Je besser
ein Spieler seine Figuren auf dem Spielfeld verteilt, desto weniger ist
er vom Würfelglück abhängig. In Kempten, der Hochburg
des Brettfußballs wurden beispielsweise bisher etwa 85 % der
Meisterschaftsspiele von dem Spieler gewonnen, der in der Rangliste
höher steht.
- Damit
Anfänger schneller in die Geheimnisse der Brettfußballtaktik
eingeführt werden, liegt jedem Spiel ein 40-seitiges Taktikbuch
bei, in dem das Spiel in vielen Beispielen erklärt wird.
- Charakter
des Spieles. Brettfußball ist ein Spiel für ruhige,
strategisch denkende Spieler. Eine weitere Eigenschaft, die nötig
ist, ist die Geduld. Im Durchschnitt brauchen die Spieler 30 – 40
Minuten pro Tor, es gibt also realistische Fußballergebnisse.
Spieldauer für ein Spiel ist im Turnier etwa 2 – 4 Stunden.
Brettfußball ist also kein Spiel für zwischendurch, sondern
ein abendfüllender Zweikampf Kopf gegen Kopf. Die Regeln lernt
jeder in zwei Minuten, zur Meisterschaft braucht es aber viele Partien
Übung.
Die Faszination des Spieles:
Es ist schwierig, die Faszination eines Spieles zu beschreiben, man spürt sie erst selbst im Spiel.
Natürlich
sind nicht alle Leute von dem Spiel Brettfußball begeistert, wie
auch nicht alle Leute vom echten Fußball begeistert sind, wen
aber mal das Fieber gepackt hat, den lässt es nicht mehr los. In
Kempten, der Geburtsstätte des Spieles werden schon seit 1975
Turniere veranstaltet, mit fast jährlich steigender Teilnehmerzahl!
Was macht nun das Brettfußball so interessant?
- Ein
Tor zu erzielen ist etwas besonderes, weil es nur so wenige Tore gibt.
Bei anderen Fußballspielsimulationen steht es nach zehn Minuten
9:7, dann ist ein Tor nichts besonderes mehr. Beim Brettfußball
steht es nach zwei Stunden 3:1, da erinnern sich die Spieler noch nach
drei Jahren an die Stellung, die im Endspiel des Turniers zum
Siegtreffer führte. Da kann diskutiert werden, ob ein anderer
Spielzug besser gewesen wäre usw.
- Wer
ernsthaft Brettfußball spielt, der bereitet sich auf ein Spiel
vor. Wie spielt der Gegner? Defensiv, offensiv, mehr über die
Flügel oder aus der sicheren Deckung heraus. Ist er ein
Konterspezialist oder versucht er es mehr mit Einzelaktionen? Darauf
kann ich meine Taktik dann abstimmen. Oft hilft es für die
Vorbereitung, ein Spiel des Gegners zu beobachten oder einen anderen
Turnierteilnehmer zu fragen, wie der kommende Gegner im letzten Spiel
gespielt hat.
- Brettfußball
ist ein echter Wettkampf, da muss alles stimmen: Die Umgebung, die
eigene Stimmung, taktisches Verständnis des Spieles, Ausdauer und
dann noch ein Rest Würfelglück.
Mehr kann hier nicht mehr gesagt werden, nur ein Testspiel kann entscheiden, ob das Spiel auch Sie faszinieren kann.
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